Der Elternbeirat des Gymnasiums
Pullach berichtet:
Mit dem Schuljahr 2007/2008ging der am 26. Oktober 2006 gewählte
Elternbeirat in das zweite Jahr seiner Amtszeit nach § 114 GSO. Folgende
Damen und Herren – in alphabetischer Reihenfolge – gehören
in diesem Schuljahr dem Elternbeirat an:
Dr. Dagmar Bergmann-Erb (Berufsorientierung, Arbeitskreis Kommunikation),
Prof. Dr. Helene von Bibra (erste Vorsitzende, Schulausbau, G8, Schulforum),
Rainer Grabowski (Landes-Eltern-Vereinigung, PR) bis 8.2.2008, Elke Keller
(Spanisch Wahlunterricht, Landes-Eltern-Vereinigung), Kerstin Kuner (Arbeitskreis
Kommunikation), Brigitte Metzger, stellvertretende Vorsitzende, Schulforum,
Selbstsicherheitstraining), Mania Plaul (Veranstaltungen, Ernährung),
Dr. Monika Reincke (G8, Ernährung/Bewegung), Dr. Monika Reiser-Glowka
(Schüleraustausch) Christian von Schmidt (dritter Vorsitzender, Computervortragsreihe),
Gabriella Zaharias-Doff (Kassenwart, Bewegte Schule), Dr. Peter Ziegler
(G8, Schulforum, Landeselternvereinigung ab 8.2.2008) und Gertrud Zickgraf
(Ernährung) seit 8.2.2008.
Auch im Berichtsjahr 2007/2008 war es ein zentrales Anliegen des Elternbeirats,
im Zusammenwirken mit der Schulleitung, dem Lehrerkollegium, den Mitarbeitern
der Schule sowie allen Eltern und Schülern zu einem konstruktiven,
vertrauensvollen, harmonischen und
kreativen Schulklima beizutragen. Im ständigen Dialog mit den am
Schulleben beteiligten Gruppen und durch Aktivierung der Kontakte mit
den Klassenelternsprechern konnten viele wichtige Fragen erörtert,
Problemstellungen besprochen und konkrete Maßnahmen auf den Weg
gebracht werden.
Zur direkteren Kommunikation mit den Eltern wurde ein Elternbrief über
E-Mail-Verteiler mit großem Können und Arbeitsaufwand von Christian
von Schmidt auch datenrechtlich korrekt eingerichtet, zu dem circa 400
Eltern mit ihren Adressen beitrugen. Auf diesem Wege konnten dann zu Schuljahresbeginn
regelmäßige und aktuelle Nachrichten über den bis dahin
so schleppenden Schulausbau geschickt werden, so dass die Eltern im Vorfeld
der Gemeinde- und Stadtratswahlen über die Vorhaben und Tätigkeiten
der zuständigen Politiker zu diesem Problem informiert wurden. Letztere
waren über diese Briefe von Frau von Bibra ebenfalls informiert,
die sich regelmäßig im Rathaus Pullach nach dem Fortgang der
Dinge eben zur Berichterstattung im Elternbrief erkundigte.
Als vorbeugende Maßnahme wandte sich der Elternbeirat in detaillierter
Absprache mit der Schulleitung im Januar 2008 ebenfalls über diesen
Elternbrief anlässlich bedenklich vermehrter Störungen des Schulablaufes
durch einzelne Schüler an die Eltern und warb für eine intensivierte
Kommunikation mit den Kindern, um das Unrechtsbewusstsein für Missetaten
im Schulalltag zu aktivieren und zu schärfen. Mit dem Ergebnis war
der Elternbeirat sehr zufrieden. Zum Einen haben die von der Schulleitung
aktiv durchgeführten Vorbeugemaßnahmen ins Schwarze getroffen
und insbesondere die besonnene Regelung einzelner Missetaten zu einem
neuen Verständnis der betroffenen Schüler für die Wertigkeit
oder Integrität geführt, die durch ihre ursprünglichen
Taten verletzt worden ist. Zum Anderen haben sich die Eltern einzelner
Klassen, wie im Brief angeregt, zusammengetan, um klasseninterne Gespräche
und Lösungswege zu finden und blieben diesbezüglich am Ball.
Besonders erfreulich ist, dass die vom Elternbeirat angeregten Gespräche
der Eltern mit den Kindern nun auch zu vermehrten Diskussionen der Schüler
untereinander über diese Themen geführt haben, die dann auch
von den Lehrern registriert und aufgegriffen werden konnten. Soweit war
der Elternbeirat nicht falsch gelegen mit seinem Versuch, ein meist totgeschwiegenes
Thema in einem offenen Brief anzusprechen mit dem Ziel der Vorbeugung
durch Stabilisierung des Wertebewusstseins und Verbesserung der Kommunikation.
Es spricht sehr für die Elternschaft, die Kinder und die Schulleitung,
dass das Vertrauen hierzu bestand und nicht missbraucht wurde.
Der äußerst erfolgreiche Berufsinformations-Abend am 19. Oktober
2007 war in langwieriger Vorarbeit durch die Arbeitsgruppe mit Gabi Zaharias-Doff,
Dr. Monika Reincke und Dr. Peter Ziegler unter Leitung von Dr. Dagmar
Bergmann-Erb organisiert und durchgeführt worden. Hier seien Team
und Leiterin die wirklich verdiente Anerkennung und
Danksagung ausgesprochen.
Der Bitte der Klassenelternsprecher entsprechend hat sich der Elternbeirat
informiert, wie bzw. mit welcher Institution wieder ein Schüleraustausch
für das Gymnasium Pullach eingerichtet werden kann, nachdem der altbewährte
Austausch mit dem Gymnasium in Pouillac seit einigen Jahren nicht mehr
durchgeführt werden konnte. Dank der unermüdlichen Recherche
von Dr. Monika Reiser-Glowka wurden neue Verbindungsadressen für
England, Frankreich und die französische Schweiz geschaffen und an
die Schulleitung weitergegeben, in der Hoffnung auf erfolgreiche Aktivierung
dieser Chancen. Diese Adressen könnten nun als Reserve dienen, nachdem
diesen Sommer nicht zuletzt durch das Engagement der Französischlehrers
P. Stellwaag eine Gruppe von 20 Schülern einen Kennenlern- und Motivationsbesuch
in Pouillac zur Wiederbelebung des Schüleraustausches durchgeführt
haben.
Nach der im Sommer 2006 erfolgten Evaluation des Gymnasiums Pullach arbeitet
der Elternbeirat nun im Arbeitskreis Kommunikation mit, der zusätzliche
effektive Gesprächs- und Informationsmöglichkeiten für
die komplexen Abläufe zwischen Lehrern, Schülern und Eltern
aufbauen möchte, damit Probleme auch atmosphärischer Art rechtzeitig
in konstruktiver Weise besprochen werden und Lösungsansätze
erarbeitet werden können. Hier wurde durch die Vorschläge aus
dem Elternbeirat modellhaft die Einführung eines zweiten Elternabends
entwickelt, der bedarfsweise in den entsprechenden Klassen im Januar oder
Februar durchgeführt werden kann. Dabei sollen klasseninterne athmosphärische
Probleme
nach entsprechender Absprache zwischen Klassenelternsprechern und Klassleitung
mit sämtlichen Eltern und den betreffenden Lehrern, bei Wunsch auch
mitsamt den Schülern, besprochen und aufgearbeitet werden. Die ersten
Arbeitssitzungen dieser Art in insgesamt 5 Klassen haben viel Wichtiges
und Unerwartetes zur Sprache gebracht, neues Verständnis bei allen
Beteiligten ergeben und Lösungswege gemeinsam finden lassen.
Der Elternbeirat sah weiterhin die Gymnasialreform G8 und die damit verbundene
Planung zum Schulausbau zur sinnvollen Umsetzung der Weiterentwicklung
des Gymnasiums mit Ganztagsunterricht und Mittagsverköstigung als
das wichtigste Aufgabenfeld seit dem Schuljahr 2004/5. Nach einem vom
Elternbeirat initiierten „round-table“ Gespräch im Rathaus
im Jahr 2005 war die Gemeinde Pullach - und hier seien insbesondere Pullachs
Erster Bürgermeister Dr. Detig als Vorsitzender und Herr Westenthanner
als Kämmerer des Zweckverbandes dankend genannt – zu dem Willen
gelangt, dem Gymnasium Pullach mittels einer zeitgemäßen Neu-
und Umbauplanung dazu zu verhelfen, auch weiterhin für Pullach und
seine Bewohner eine attraktive Ausbildungsstätte zu bleiben. Trotz
dieser grundsätzlich positiven Einstellung kam es bei der weiteren
Planungsausführung jedoch zu erheblichen Verzögerungen, zu denen
insbesondere auch die Zahlungsmoral des dritten Partners im Zweckverband,
der Stadt München, beitrug, die nach fast einjähriger
Bedenkzeit zunächst nur knapp 10% der von ihr erwarteten Baukostenbeteiligung
beitragen wollte. Die Vorbereitung weiterer Verhandlungen unterstützte
der Elternbeirat zusammen mit
Dr. Detig durch ein neuerliches „round-table“ Gespräch
am 11.7.2007 im Pullacher Rathaus, in dem die aktuellen und wirklich dringlichen
Zahlen des Gymnasiums zu Gesamtschülerzahl und Kantinenbedarf für
demnächst 20 Klassen im G8 vorgestellt wurden, um so die Grundlage
für adäquate Lösungskonzepte in zeitlich angemessenem Rahmen
bereitzustellen. In einem zusammenfassenden Schreiben wurde Dr. Detig
anschließend vom Elternbeirat gebeten, die Finanzierungsaufteilung
innerhalb des Zweckverbandes wegen des damit verbundenen enormen Zeitverlustes
nicht weiterhin auf dem Rücken der Schüler auszuhandeln, sondern
vielmehr durch ein Vorfinanzierungsprogramm die Architektenbeauftragung
zu Detailplanung und Ausschreibung zu veranlassen. Um im Vorfeld der Gemeinde-
und Stadtratswahlen dem Thema Nachdruck zu verleihen,
wurden vom September 2007 an vom Elternbeirat die bereits genannten Elternbriefe
mit regelmäßigen Informationen zum Fortschritt des Schulhausausbaues
verschickt. Des weiteren wurden Presseberichte durch die SZ und im Isaranzeiger
veranlasst sowie eine Rundfunksendung im aktuellen Notizbuch. Tatsächlich
wurde im Herbst 2007 wegen des Engpasses bei der Mittagsbeköstigung
von der Gemeinde Pullach beschlossen, auf eigene Kosten Container als
provisorische Schulkantine auf dem Schulgelände aufzustellen. Diese
sind nun seit Winter 2008 in Betrieb, werden von dem Catering Service
„Teller voll“ beliefert und erfreuen sich regen Zuspruchs.
Nach zähen Vorbereitungsverhandlungen - hier sei vor allem Herrn
Westenthanner gedankt - konnte sich das Schulreferat der Stadt München
dann Anfang Dezember 2007 dazu durchringen, den angemessenen Beitrag der
Baukosten zu übernehmen. Sofort nach
Eintreffen dieser Nachricht wurde durch eine Sondersitzung der Fraktionsspitzen
des Pullacher Gemeinderates die durch die mehr als zweijährige Verzögerungszeit
entstandenen Verteuerung der Baukosten um ca 20% in den Haushalt der Gemeinde
Pullach aufgenommen.
Damit war der Weg frei für den letzten Planungsabschnitt durch die
Architekten und den tatsächlichen Baubeginn, der im Herbst 2008 stattfinden
soll. Am 14.2.2008 erfolgte durch Dr. Detig und Herrn Westenthanner die
offizielle Bekanntmachung und Diskussion der Baupläne für Eltern
und Schüler im Gymnasium. Dabei bedankte sich Frau von Bibra in ihrem
Grußwort bei den Vertretern des Zweckverbandes und der Gemeinde
für ihre großzügige Unterstützung und insbesondere
für die entstandene und praktizierte
Gesprächskultur.
Der Elternbeirat wird den weiteren Werdegang der Planungen und Baumaßnahmen
weiterhin engmaschig verfolgen und sich als unterstützender Gesprächspartner
gerne einbringen.
In Themenbereich Computer/Medienkompetenz fand inzwischen der zweite Vortrag
"Lokalisten, Youtube und Co. - Eine Generation ist online - Gefahren
und Chancen"“ statt. Er wurde am 2.7.2008 von Michaela Schachtner,
der Medienfachberaterin für den Bezirk Oberbayern, gehalten und fand
lebhafte Resonanz. Herzlicher Dank sei für diese Aktivität vor
allem Christian von Schmidt für seinen immensen Zeiteinsatz ausgesprochen
sowie der Schulleitung für ihre inhaltliche Unterstützung.
Am Weihnachtsbasar 2007 arbeitete der Elternbeirat am traditionellen Würstlstand
aktiv mit und trug so zum einen finanziell und sicherlich auch durch das
eigene Beispiel dazu bei, die Idee des Helfens im Schülerbewusstsein
effektiv umzusetzen. An dieser Stelle sei dem Organisationstalent Mania
Plaul für ihren kompetenten und zuverlässigen Einsatz bei sämtlichen
Veranstaltungen des Elternbeirates gedankt.
Die Würdigung herausragend engagierter Schüler mit eigenen Urkunden
war erstmalig durch den Elternbeirat initiiert zum Schuljahresende 2004/5
in Zusammenarbeit mit der Schulleitung und dem Förderverein durchgeführt
worden. Dabei lag erstmals der Schwerpunkt auch im außerschulischen
Bereich, d.h. in kreativen, sportlichen, sozialen und musischen Gebieten.
Die jungen Menschen sollen durch das Lob ermutigt werden, sich anzustrengen
und für etwas einzusetzen, was ihren Neigungen und Begabungen entspricht,
auch wenn es nicht Bestandteil des relativ engen Bereichs der Schulfächer
ist. Sie erfahren so, dass dies auch seitens der Schule Anerkennung findet,
während gleichzeitig diese Anerkennung auch die Identifikation unserer
Gymnasiasten mit der Schulgemeinschaft fördert. Zur großen
Freude des Elternbeirates ist diese Schüler-Würdigung nun seit
dem Juli 2006 fester Bestandteil des letzten Schultages als eine von der
Schulleitung organisierte Feier in der Aula direkt vor der Zeugnisverteilung.
Bleiben zum Schluss noch zu erwähnen die vielen alltäglichen
Aktivitäten aller Elternbeiratsmitglieder z.B. bei Gremienarbeit
wie im Schulforum und nicht zuletzt bei den Bewirtungs- und sonstigen
Aktionen anlässlich von Schulveranstaltungen, die nicht nur eine
freundliche Geste sind und die Möglichkeit zum ungezwungenen Gespräch
mit Schülereltern und Lehrern bieten, sondern gegebenenfalls auch
eine nicht zu vernachlässigende Einnahmequelle zur Bestreitung von
Ausgaben im Umfeld unserer Arbeit. Hier soll ganz besonders auch die traditionelle
abendliche Einladung für Lehrer, Personalrat des Lehrerkollegiums,
Schulleitung und Förderverein durch den Elternbeirat erwähnt
werden, die im November 2007 zum zweitenmal mit den Klassenelternsprechern
stattfand und eine entspannte Basis zum Kennenlernen und Kontaktaufnehmen
gerade auch mit den neuen Mitgliedern des Lehrerkollegiums in unserer
komplexen Schulfamilie darstellt.
Vor allem für ihre so konstruktive, kreative, zuverlässige und
fröhliche Mitarbeit möchte ich abschließend allen meinen
Elternbeiratskollegen (-innen) und Vorstandsmitgliedern ganz herzlich
danken. Innerhalb dieser Gemeinschaft ist ein hervorragender Teamgeist
erwachsen, so dass wir gemeinsam schwierige Aufgaben diplomatisch und
erfolgreich haben lösen können.
Prof. Dr. Helene von Bibra
Vorsitzende