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Jahresbericht 2006-2007 mit dem Schuljahr
2006/2007 ging der am 26. Oktober 2006 gewählte Elternbeirat in das
erste Jahr seiner Amtszeit nach § 114 GSO. Folgende Damen und Herren
– in alphabetischer Reihenfolge – gehören in diesem Schuljahr dem Elternbeirat
an: Dr.
Dagmar Bergmann-Erb (Berufsorientierung, Schulforum, Arbeitskreis
Kommunikation), Prof. Dr. Helene von Bibra (erste Vorsitzende, Schulausbau G8,
Schulforum), Joerg Geissler (Medienkompetenz), Rainer Grabowski (Landes-Eltern-Vereinigung,
PR), Elke Keller (Spanisch Wahlunterricht, Landes-Eltern-Vereinigung), Brigitte
Metzger (stellvertretende Vorsitzende, Selbstsicherheitstraining), Mania Plaul (Veranstaltungen),
Dr. Monika Reincke (Schulforum, G8), Dr. Monika Reiser-Glowka
(Schüleraustausch, Ernährung/Bewegung) Christian von Schmidt (dritter
Vorsitzender, Computerkurs), Gabriella Zaharias-Doff (Kassenwart, Bewegte Schule) und Dr. Peter
Ziegler (G8). Auch im
Berichtsjahr 2006/2007 war es ein zentrales Anliegen des Elternbeirats, im
Zusammenwirken mit der Schulleitung, dem Lehrerkollegium, den Mitarbeitern der
Schule sowie allen Eltern und Schülern zu einem konstruktiven,
vertrauensvollen, harmonischen und kreativen Schulklima beizutragen. Im
ständigen Dialog mit den am Schulleben beteiligten Gruppen konnten viele
wichtige Fragen erörtert, Problemstellungen besprochen und konkrete Maßnahmen
auf den Weg gebracht werden. Für
den Berufsinformations-Abend im Oktober 2007, der
traditionsgemäß alle zwei Jahre für die Schüler der 10. bis 13. Jahrgangsstufe
angeboten wird, haben die Organisationsvorbereitungen im Elternbeirat durch den
Arbeitskreis Bergmann-Erb/Zaharias-Doff/Reincke/Ziegler
begonnen. Ca. 15 verschiedene Berufsfelder sollen durch überwiegend aus dem
Bekanntenkreis der Elternschaft unseres Gymnasiums rekrutierte
Referenten vorgestellt werden: von der Architektur über die Medizin
und Medienberufe bis hin zur Rechtswissenschaft und
Geisteswissenschaft geben die Referenten einen Einblick in interessante,
neue Berufswelten und diskutieren anschließend mit den Schülern.
Zusätzlich können sich die Schüler bei Vertretern der LMU und der TUM über
die Studiensituation in München informieren. Nachdem
im Schuljahr 2005/2006 erstmals das Angebot, Spanisch als Wahlfach zu lernen nicht zuletzt durch
die finanzielle Unterstützung des Fördervereins ermöglicht worden
war, wurden Grundkurs und Fortgeschrittenenkurs dieses Schuljahr in
Zusammenarbeit mit der Volkshochschule für die 2. Schuljahreshälfte
dankenswerterweise durch Elke Keller organisiert. Der Wunsch hierzu wurde auch
in der diesjährigen Besprechung des Elternbeirats mit allen
Klassenelternsprechern geäußert; dort kam aber noch stärker das Interesse der
Eltern zum Ausdruck, Spanisch nicht nur als Wahlfach, sondern als 2. oder 3.
Fremdsprache angeboten zu bekommen.
Wegen der offensichtlichen Engpässe im Stundenbudget und an
Lehrberechtigten soll zunächst einmal der tatsächliche Bedarf durch eine Klassenbefragung festgestellt werden. Im Mai fanden zwei Kurse zum Selbstsicherheitstraining für Schüler/innen der 5. und 6. Jahrgangsstufe statt, in denen die Kinder von Kursleitern des Instituts für Frauen Selbst Management, Ulrike Herle, altersentsprechende Formen des Selbstschutzes vor verbalen Zumutungen und anderen Zudringlichkeiten erfuhren und auch anzuwenden lernten. Vielen Dank an Brigitte Metzger für ihre umsichtige Organisation und an den Förderverein für die Zuschüsse zu den Kursgebühren. Der
Bitte der Klassenelternsprecher entsprechend hat sich der Elternbeirat informiert,
wie bzw. mit welcher Institution wieder ein Schüleraustausch für das
Gymnasium Pullach eingerichtet werden kann, nachdem der altbewährte Austausch
mit dem Gymnasium in Pouillac aus mehreren
Gründen nicht mehr reaktivierbar ist.
Dank der unermüdlichen Recherche von Dr. Monika Reiser-Glowka wurden neue
Verbindungsadressen für England, Frankreich und die französische Schweiz
geschaffen und an die Schulleitung weitergegeben, in der Hoffnung
auf erfolgreiche Aktivierung dieser Chancen. In
enger Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium wird ein Katalog für mögliche
Erziehungsmaßnahmen als Reaktion auf Fehlverhalten vorbereitet, der bei
dem/r betroffenen Schüler/-in durch die Art der verhängten Aufgabe zu einer
direkten Einsicht in sein/ihr Fehlverhalten führen soll, anders als dies z.B.
durch die gegenwärtig übliche Maßnahme eines Verweises geschieht. Natürlich
wird diese Auswahl als Anregung verstanden, die möglichst breit gefächert
zwischen den Mitgliedern der Schulfamilie besprochen werden sollte. Hier wird
insbesondere auch auf eine frühere Information der Eltern, möglichst zusammen
mit dem betroffenen Kind, Wert gelegt. Nach
der im Sommer 2006 erfolgten Evaluation des Gymnasiums Pullach arbeitet der
Elternbeirat nun im Arbeitskreis Kommunikation mit, der zusätzliche
effektive Gesprächs- und Informationsmöglichkeiten für die komplexen Abläufe
zwischen Lehrern, Schülern und Eltern aufbauen möchte, damit Probleme auch
atmosphärischer Art rechtzeitig in konstruktiver Weise besprochen werden und
Lösungsansätze erarbeitet werden können. Der
Elternbeirat sieht weiterhin die Gymnasialreform
G8 und die damit verbundene Planung zum Schulausbau zur sinnvollen
Umsetzung der Weiterentwicklung des Gymnasiums mit Ganztagsunterricht
und Mittagsverköstigung als das weitreichendste
Aufgabenfeld. Hier gelang es im Schuljahr 2004/5, Verständnis und Unterstützung
bei den zuständigen Gremien der Gemeinde Pullach und insbesondere im
Zweckverband, dem Sachaufwandsträger des Gymnasiums Pullach, zu wecken
(der Zweckverband besteht aus der Gemeinde Pullach, der Stadt München
und dem Landkreis München und ist für die Finanzierung der Gebäude sowie
den Aufwand der Schule zuständig). Dank zahlreicher Gespräche und auch
einem vom Elternbeirat initiierten „round-table“
Gespräch im Rathaus im Jahr 2005 gelangte die Gemeinde Pullach - und
hier seien insbesondere Pullachs Erster Bürgermeister Dr. Detig
als Vorsitzender und Herr Westenthanner als
Kämmerer des Zweckverbandes dankend genannt – zu dem Willen, dem Gymnasium
Pullach mittels einer zeitgemäßen Neu- und Umbauplanung dazu zu verhelfen,
auch weiterhin für Pullach und seine Bewohner eine attraktive Ausbildungsstätte
zu bleiben. Der Elternbeirat wird den weiteren Werdegang der Planungen,
Genehmigungen und Finanzierung des zukünftigen Schulausbaues weiterhin
engmaschig verfolgen und sich als unterstützender Gesprächspartner gerne
einbringen. Die
Baukosten belaufen sich auf rund 5,3 Millionen Euro, die durch mehrere Stellen
finanziert werden: Ein Teil wird vom Freistaat Bayern nach dem
Finanzausgleichgesetz (FAG) und ein weiterer nach dem Konnexitätsprinzip
gezahlt (nach dem Konnexitätsprinzip muss der
Freistaat einen hohen Anteil der durch die Einführung
des G8 verursacht Baukosten zahlen) und ein dritter Teil vom
„Investitionsprogramm Zukunft, Bildung und Betreuung“ (IZBB) der Bundesregierung.
Die restlichen Baukosten, d.h. den größten Teil, trägt der Zweckverband (wobei Pullach, München und der Landkreis jeweils rund ein Drittel
dieses Anteil zahlen müssen). De
facto wurden die Baupläne am 30. Januar 2006 zur Bezuschussung durch IZBB eingereicht und am 2. Mai 2006
auf einer öffentlichen Sitzung des Zweckverbandes im Rathaus Pullach
vorgestellt. Inzwischen sind die
Zuwendungsbescheide von IZBB (Bund) sowie Konnexität
und FAG (Freistaat) eingegangen. Die Gemeinde Pullach und der Landkreis haben
ihren Anteil im Haushalt eingeplant; allerdings hat Pullach zusätzlich, wie
auch die Stadt München, beim Verwaltungsgericht eine Klage zur ausreichenden
Finanzierung der G8-Maßnahmen durch die Konnexität eingereicht. Um im Zweckverband die finanziellen
Details zu klären, muss noch die Zuschussbereitschaft der Stadt München
abgeklärt werden, die ebenfalls mit 33 Prozent im Zweckverband in der Pflicht
ist, und sich nun mit einer Antwort auf die Kostenteilungsvorschläge vom
Kämmerer der Gemeinde Pullach beschäftigt. Darüber hinaus erscheint jedoch auf
jeden Fall auch noch ein Gespräch zwischen dem Zweckverbandsvorsitzenden Dr. Detig ,
Landrat Herrn Janik und dem Vertreter der Stadt
München notwendig zu sein; dies wird entsprechend vorbereitet. Diese Vorbereitung
unterstützt der Elternbeirat durch ein neuerliches „round-table“
Gespräch im Pullacher Rathaus, in dem die aktuellsten Zahlen des Gymnasiums
über Schülerzahl, Raumbedarf und Kantinenbedarf vorgestellt werden, um so die
Grundlage für adäquate Lösungskonzepte in zeitlich angemessenem Rahmen
bereitzustellen. Der
in der letzten Amtszeit des Elternbeirats neu eingeführte Computerkurs
für Schüler und/oder Lehrer wird in diesem Schuljahr als Angebot zum Thema
Medienkompetenz für Schüler in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Pullach
in Form des VHS-Kurses „Vom Surfen bis zur Profi-Recherche mit Google & Co“
umgesetzt. Dies ist auch besonders unter Berücksichtigung der Änderungen durch
das G8 wie z.B. den Informatikunterricht von Bedeutung. In diesem Themenbereich
fand inzwischen auch der erste Vortrag „Aufwachsen mit Computer und
Internet - Gefahren und Chancen als Herausforderung für Eltern und Pädagogen“
statt. Er wurde am 13.6.2007 von Michaela Schachtner,
der Medienfachberaterin für den Bezirk Oberbayern, gehalten und fand lebhafte
Resonanz. Herzlicher Dank sei für all diese Aktivitäten vor allem Jörg Geissler
und auch Rainer Grabowski und Christian von Schmidt für ihren immensen
Zeiteinsatz ausgesprochen sowie der Schulleitung für ihre inhaltliche und dem
Förderverein für seine finanzielle Unterstützung. Am
Weihnachtsbasar 2006 arbeitete der Elternbeirat am traditionellen Würstlstand aktiv mit und trug so zum einen finanziell und
sicherlich auch durch das eigene Beispiel dazu bei, die Idee des Helfens im
Schülerbewusstsein effektiv umzusetzen. Die
Würdigung herausragend engagierter
Schüler mit eigenen Urkunden war erstmalig durch den Elternbeirat initiiert
zum Schuljahresende 2004/5 in Zusammenarbeit mit der Schulleitung und dem
Förderverein durchgeführt worden. Dabei lag erstmals der Schwerpunkt auch im
außerschulischen Bereich, d.h. in kreativen, sportlichen, sozialen und
musischen Gebieten. Die jungen Menschen sollen durch das Lob ermutigt werden,
sich anzustrengen und für etwas einzusetzen, was ihren Neigungen und Begabungen
entspricht, auch wenn es nicht Bestandteil des relativ engen Bereichs der
Schulfächer ist. Sie erfahren so, dass dies auch seitens der Schule Anerkennung
findet, während gleichzeitig diese Anerkennung auch die Identifikation unserer
Gymnasiasten mit der Schulgemeinschaft fördert. Zur großen Freude des
Elternbeirates ist diese Schüler-Würdigung nun seit dem Juli 2006 fester
Bestandteil des letzten Schultages als eine von der Schulleitung organisierte
Feier in der Aula direkt vor der Zeugnisverteilung. Bleiben zum
Schluss noch zu erwähnen die vielen alltäglichen Aktivitäten aller
Elternbeiratsmitglieder – nicht zuletzt bei den Bewirtungs- und sonstigen
Aktionen anlässlich von Schulveranstaltungen, die nicht nur eine freundliche
Geste sind und die Möglichkeit zum ungezwungenen Gespräch mit Schülereltern und
Lehrern bieten, sondern gegebenenfalls auch eine nicht zu vernachlässigende
Einnahmequelle zur Bestreitung von Ausgaben im Umfeld unserer Arbeit. Hier soll
ganz besonders auch das traditionelle abendliche „Come together“
für Lehrer, Schulleitung, Elternbeirat und Förderverein erwähnt werden, das im
Oktober 2006 auch erstmals mit dem neu gegründeten Personalrat des
Lehrerkollegiums stattfand und eine entspannte Basis zum Kennenlernen und
Kontaktaufnehmen gerade auch mit den neuen Mitgliedern des Lehrerkollegiums in
unserer komplexen Schulfamilie darstellt. Vor allem für
ihre so konstruktive, kreative, zuverlässige und fröhliche Mitarbeit möchte ich
abschließend allen meinen Elternbeiratskollegen (-innen) und
Vorstandsmitgliedern ganz herzlich danken. Prof. Dr.
Helene von Bibra Vorsitzende
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