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Jahresbericht 2005-2006

(download als PDF)

Mit dem Schuljahr 2005/2006 ging der im November 2004 gewählte Elternbeirat in das zweite Jahr seiner Amtszeit nach § 114 GSO. Folgende Damen und Herren – in alphabetischer Reihenfolge – gehören in diesem Schuljahr dem Elternbeirat an:

Dr. Dagmar Bergmann-Erb (Berufsorientierung, Schulforum), Beate von Bergwelt (Landeselternvereinigung), Antje Berron (Organisation der Hausaufgabenbetreuung), Prof. Dr. Helene von Bibra (erste Vorsitzende, Schulausbau G8, Schulforum), Christian Conradi bis einschließlich November 2005 (G8, Computerkurs), Joerg Geissler (stellvertretender Vorsitzender, Neue Medien in Schule und Freizeit), Ulrike Himmel (Veranstaltungen), Petra Mielmann (Kassenwart, Ernährung/Bewegung), Dr. Monika Reincke (Schulforum, G8), Christian von Schmidt (Computerkurs) und Gabriella Zaharias-Doff (Berufsinfo/Forumstage). Freundlicherweise gesellten sich im Dezember 2005 als unterstützende Mitarbeiter Gabriele Metzger und Rainer Grabowski aus den Reihen der Klassenelternsprecher hinzu, so dass die Zahl der Aktiven wieder auf 12 aufgestockt wurde.

Auch im Berichtsjahr 2005/2006 war es ein zentrales Anliegen des Elternbeirats, im Zusammenwirken mit der Schulleitung, dem Lehrerkollegium, den Mitarbeitern der Schule sowie allen Eltern und Schülern zu einem konstruktiven, vertrauensvollen, harmonischen und kreativen Schulklima beizutragen. Im ständigen Dialog mit den am Schulleben beteiligten Gruppen konnten viele wichtige Fragen erörtert, Problemstellungen besprochen und konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht werden.

 

Als erste große Veranstaltung des Schuljahres 2005/6 hat der Elternbeirat am 13. Oktober 2005 einen Berufsinformations-Abend für die Schüler der 10. bis 13. Jahrgangsstufe organisiert, bei dem die überwiegend aus dem Bekanntenkreis der Elternschaft unseres Gymnasiums rekrutierten Referenten 15 unterschiedliche Berufsfelder von der Architektur über die Medizin und Medienberufe bis hin zur Rechtswissenschaft, Philosophie und Statistik in Kurzvorträgen vorstellten und anschließend mit den Schülern diskutierten. Zusätzlich konnten sich die Schüler sowohl bei Vertretern der LMU Kontaktstelle Gymnasium Uni sowie beim Ausbildungsleiter für firmeneigene duale Ausbildungsprogramme von B/S/H (Bosch/Siemens/Hausgeräte, München) informieren. Die Veranstaltung wurde sehr gut besucht und fand lebhaften Anklang bei den Schülern und auch bei den Referenten. Ein anschließende Umfrage bestätigte, dass die Schüler diese Veranstaltung im Turnus von 2 Jahren für sehr sinnvoll hielten.

Als Innovation erfolgte im Schuljahr 2005/2006 erstmals das Angebot, Spanisch als  Wahlfach zu lernen. Der Wunsch hierzu war in der letztjährigen Besprechung des Elternbeirats mit allen Klassenelternsprechern geäußert geworden und hatte schließlich eine  Klassenbefragung initiiert. Dabei wurde eine starke Nachfrage nach der Fremdsprache Spanisch deutlich (25% - 30% der Schüler jeder Klasse). Die Möglichkeit  einer Umsetzung ergab sich, nachdem sich dankenswerterweise die Schulleitung dieses Anliegens angenommen hat und entgegen allen Münchner Prognosen sogar eine qualifizierte Lehrerin fand, in Kombination mit der Zusage des Fördervereins der Schule, die Mischfinanzierung (Teil Förderverein Teil Eltern) für die außerplanmäßige, inzwischen von der Schulleitung aktivierten Fachkraft für das Wahlfach Spanisch zu übernehmen. Der Spanisch Unterricht erfolgte für 43 Schüler während des 2. Schulhalbjahres. Der Kurs wurde gerne und mit Erfolg besucht; eine Weiterführung im  nächsten Schuljahr wird mehrheitlich erhofft.

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat zahlreiche Reformvorschläge „Modus 21“ herausgegeben in dem Anliegen, den Schulen diejenige Eigenständigkeit bei der Unterrichtsgestaltung zu geben, die es befördert, Schüler zu selbständigerem und eigenverantwortlichem Arbeiten anzuleiten. Für viele dieser Reformvorschläge ist auch die Zustimmung des Elternbeirates vonnöten. Einige Reformen sind bereits gelegentlich durch die Schulleitung initiiert erprobt worden. Einen Arbeitskreis und eine Sitzung widmete der Elternbeirat der Einarbeitung in Modus 21, der Sammlung positiv erprobter Beispiele, und für die Entscheidung, welche ersten Reformvorschläge dem Lehrerkollegium und dem Direktorat von Seiten der Eltern ans Herz gelegt werden sollen. Natürlich wird diese Auswahl als Anregung verstanden, die möglichst breit gefächert zwischen den Mitgliedern der Schulfamilie besprochen werden sollte. Formal muss sie dann von der Lehrerkonferenz beschlossen werden.

 

Der Elternbeirat sieht weiterhin die Gymnasialreform G8 und die damit verbundene Planung zum Schulausbau zur sinnvollen Umsetzung der Weiterentwicklung des Gymnasiums mit Ganztagsunterricht und Mittagsverköstigung als weitreichendstes Aufgabenfeld. Hier gelang es im Schuljahr 2004/5, Verständnis und Unterstützung bei den zuständigen Gremien der Gemeinde Pullach und insbesondere im Zweckverband, dem Sachaufwandsträger des Gymnasiums Pullach, zu wecken. Dank zahlreicher Gespräche und auch einem vom Elternbeirat initiierten „round-table“ Gespräch im Rathaus im Jahr 2005 gelangte die Gemeinde Pullach - und hier seien insbesonders Dr. Detig als Vorsitzender und Herr Westenthanner als Kämmerer des Zweckverbandes dankend genannt – zu dem Willen, dem Gymnasium Pullach mittels einer zeitgemäßen Neu- und Umbauplanung dazu zu verhelfen, auch weiterhin für Pullach und seine Bewohner eine attraktive Ausbildungsstätte zu bleiben. Der Elternbeirat wird den weiteren Werdegang der Planungen, Genehmigungen und Finanzierung des zukünftigen Schulausbaues weiterhin engmaschig verfolgen und sich als unterstützender Gesprächspartner gerne einbringen. De fakto wurden die Baupläne (Baukosten 5,3 Mill. Euro) am 30. Januar 2006 zur Bezuschussung durch IZBB eingereicht und am 2. Mai auf einer öffentlichen Sitzung des Zweckverbandes im Rathaus Pullach vorgestellt. Durch ein vom bayerischen Städtetag inzwischen erfolgtes Gutachten wird nun der Freistaat Bayern bezüglich G8 Folgekosten vermehrt finanziell in die Pflicht genommen, so dass die diesbezüglichen Zuwendungsbescheide Konnexität, IZBB und später FAG von dieser neuen Basis ausgehend erst abgewartet werden müssen. Spätestens bei Eingang der Bescheide im Herbst 2006 wird der Zweckverband  erneut zusammentreten müssen, um die finanziellen Details zu klären. Der Landkreis hat bestätigt, ein Drittel zu übernehmen, problematisch bleibt jedoch die Zuschussbereitschaft der Stadt München, die ebenfalls mit 33% im Zweckverband in der Pflicht ist, sich aber bisher auf nichts festlegen wollte. Hier wird sich für den Zweckverbandsvorsitzenden Dr. Detig ev. gemeinsam mit dem Landrat Herrn Janik noch ein dankbares Feld zum diplomatisch politischen Verhandeln eröffnen. Die derzeitige Planung, die Nägel mit Köpfen beinhaltet, sieht einen Neubau für die Mittagsbeköstigung sowie etliche Klassenzimmer vor und einen Umbau im Schulgebäude zur Erstellung der notwendigen überdachten Pausenfläche  zusammen mit der überfälligen Erweiterung von Lehrerzimmer und Direktorat. Feststeht durch eine Umfrage der Schule, dass mindestens 40% der Schüler und Eltern Wert auf  eine Mittagsbeköstigung legen.

Auch im Schuljahr 2005/2006 hat der Elternbeirat die ebenso bewährte wie begehrte Hausaufgabenbetreuung fortgesetzt. In vier Gruppen wurden durchgehend von Montag bis Freitag bis zu 47 Schülerinnen und Schüler aus den fünften und sechsten Klassen betreut und bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben begleitet. Dies geschah durch ausgebildete Fachkräfte: Sozialpädagogen und Gymnasiallehrer. Flankierend dazu wurde warmes Mittagessen von einem Catering-Service angeboten. Erneut hat sich gezeigt, dass die Hausaufgabenbetreuung mit Mittagsverpflegung ein ganz entscheidender Faktor für die Attraktivität des Pullacher Gymnasiums gerade angesichts von G8 ist und damit ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Eltern der vor dem Eintritt ins Gymnasium stehenden Kinder. Ein ganz herzlicher Dank hierfür allen Betreuerinnen und vor allem an die unermüdliche Organisatorin Antje Berron, die diese Aufgabe nun mit ihrem Ausscheiden aus dem Elternbeirat zum Schuljahresende an Herrn Strobl, den neuen Verwaltungsbeamten des Gymnasiums abgibt.

Als Novum wurde ein Computerkurs für Lehrer aus den Reihen des Elternbeirats in Absprache mit der Schulleitung für das Gymnasium Pullach organisiert und durchgeführt. Hierzu gibt es einen eigenen Bericht der teilnehmenden Lehrer auf Seite 109 des Jahresberichts des Gymnasiums Pullach. In Entwicklung sind außerdem weitere Angebote zum Thema Medienkompetenz für Schüler und Eltern. Dies ist besonders unter Berücksichtigung der Änderungen durch das G8 wie z.B. den Informatikunterricht von Bedeutung. Der Elternbeirat würde sich auch hier über zusätzliche, zeitliche und inhaltliche Unterstützung aus der Elternschaft freuen. Herzlicher Dank sei auf jeden Fall Jörg Geissler und Christian von Schmidt und vor allem dem Dozenten Kai Schneider für ihren immensen Zeiteinsatz ausgesprochen

Zum Thema Gesundheit führte der Elternbeirat zwei Vortragsveranstaltungen durch: am 16.1.2006 wurde „Cooles Essen, heiß serviert – feed your body, feed your brain“ für Schüler und Mütter sehr ansprechend und praxisnah  von Agnes Streber, Dipl. Oecotrophologin, Familientherapeutin und Köchin dargestellt zusammen mit dem praktischen Beispiel und Angebot frisch gepresster Säfte und kalorienarmer aber schmackhafter Häppchen. Ergänzend fand am  2.5.06 der Vortrag von Prof. Dr. med. Martin Halle, Direktor des Instituts für Sportmedizin der Technischen Universität, zum Thema: „Bewegung für Jung und Alt – Rettung unserer Gesundheit“ statt. Dank gebührt den beiden tüchtigen Organisatorinnen Petra Mielmann und Dr. Monika Reincke sowie dem Förderverein, der beide Veranstaltungen unterstützt hat.

Am Weihnachtsbasar 2005 arbeitete der Elternbeirat am traditionellen Würstlstand aktiv mit und trug so zum einen finanziell und sicherlich auch durch das eigene Beispiel dazu bei, die Idee des Helfens im Schülerbewußtsein effektiv umzusetzen.

Zusätzlich hat der Elternbeirat in Zusammenarbeit mit der Schulleitung und dem Förderverein herausragend engagierte Schüler mit eigenen Urkunden gewürdigt, wobei erstmals der Schwerpunkt auch im außerschulischen Bereich in kreativen, sportlichen, sozialen und musischen Gebieten lag. Es sollen die jungen Menschen durch das Lob ermutigt werden, sich anzustrengen und für etwas einzusetzen, was ihren Neigungen und Begabungen entspricht, auch wenn es nicht Bestandteil des relativ engen Bereichs der Schulfächer ist. Sie erfahren so, dass dies auch seitens der Schule Anerkennung findet, während gleichzeitig diese Anerkennung auch die Identifizierung unserer Gymnasiasten mit der Schulgemeinschaft fördert.

Bleiben zum Schluss noch zu erwähnen die vielen alltäglichen Aktivitäten aller Elternbeiratsmitglieder nicht zuletzt bei den Bewirtungsaktionen anlässlich von Schulveranstaltungen, die nicht nur eine freundliche Geste sind und die Möglichkeit zum ungezwungenen Gespräch mit Schülereltern und Lehrern, sondern auch eine nicht zu vernachlässigende Einnahmequelle zur Bestreitung von Ausgaben im Umfeld unserer Arbeit. Vor allem für ihre so konstruktive, kreative, zuverlässige und fröhliche Mitarbeit möchte ich abschließend allen meinen Elternbeiratskollegen (-innen) ganz herzlich danken.

Prof. Dr. Helene von Bibra

Vorsitzende   


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